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Dkr „Individualismus“ gegen das Individuum hatte, als er bemerkte, clafi in der modernen Epoche „die verborgenen Fortschritte, die die Zivilisation dank des Kultes gemacht hatte“ verschwunden sind, mitsamt „der groben sozialen Bedeutung die den Menschen zukam, die in friedlichen Arbeiten beschäftigt waren, und dadurch die Bedeutung und den Stellenwert verringerten, die die weltliche Macht innehatte, jene ruchlose Macht nämlich, die autgrund der ihr eigenen Natur dazu neigt, Menschen durch körperliche Gewalt zu beherrschen und Nationen zumeigenen Vorteil hin zu regieren“); nun gut, wenn dieses alles wahr ist, dann ist es aber auch unleugbar wahr, dab alles das zur Zeit noch in einem fragmentarischen Zustand bleibt. Eine juristische Diskussionund Doktrin, die sich als auf der Höhe unserer Zeit erweisen wollen, finden sich der Herausforderung gegenuber dieses Gesamtbild etwas kohärenter und technisch nutzbarer zu gestalten, indem sie die Hoftnungsschimmer der Gegenwart-Zukunft in Normen und Institutionen umsetzen, und die inzwischen sterilen Uberreste der Gegenwart-Vergangenheit aussortieren. Die Frage der Persönlichkeit des einzelnen Individuums im Internationalen Recht könnte eine der Probebänke dafiir werden. Man könnte zumSchlub vielleicht noch erinnernd die Worte Balduccis wiederholen: „Hier halte ich ein, in der Hoffung es geschafft zu haben von der Annahme Zeugnis zu geben, daB die Demokratie, wenn sie in vollem Mabe verstanden wird, ein revolutionärer Weg ist, in dem statt Waffen das Recht zu finden ist. Wenn dieses wahr ist, sind wir wahrhaftig in einer neuen Geschichte“. 27 Bibliografie AriinJ. Gurkvic, La nascita Jcll’individuo ncU’Europa medievale. Bari, 1996. C. Morris, The Discovery of the individual 1050-1200, London, 1972. B. Latour, Non siamo mai stati moderni. Saggio di antropologia sirnmetrica, Milano, 1995. M. Vii.i KV, Laforrnazione delpensiero giuridico modemo, Milano, 1986. L. Dumont, Essais sur Tindividualisme. Une perspective antropologique sur Tidcologie möderne. Paris, 1983. S.-C. Koi.m, Le honheur-lihertc. Bouddhismeprofondet modernitc, Paris, 1982. P. Grossi, L'ordinegiuridico medievale. Bari, 1995. l.. ViLi.ARi, La schiavitu dei moderni. llluminismo e colonialismo: Raynal e Diderot, Palermo, 1996. P. CaI’I’IT.i.ini, •’Status» accipitur tripliciter, in Studi in memoria di M. E. ViOR.\, Roma, 1990, pp. 73—148. G. Dirna, Principi di diritto internazionale. Parte prima. Diritto internazionale pubblico, Napoli, 1908. R. Quadri, Diritto internazionalepubblico, Napoli, 1968^. A. Cassrsi-,, vocc Individuo (diritto internazionale), in Enciclopedia del diritto, vol. XXI, Milano, 1971, pp. 184-224. G. Si’RRDuri, L’individuo nel diritto internazionale. Contributo alPinterpretazione del diritto secondo ilprincipio di effettivitd, Milano, 1950. A. P. Si RKNi, Diritto internazionale II, Milano, 1958. M. R. Saullk, voce Individuo (nelVordinamento internazionale), in Enciclopedia giuridica Treeearn, vol. XVI, Roma, 1989, pp. 1-6.

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