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366 k'gl.-' Diese kinrichliing isl in Schwedeii also alter als die Kidschwurgesetzgebiing iind verniutlich auch alter als die Friedensgesetzgebung. Ihre Effektivitiit allerdings isl fraglich. da die erste Friedensgesetzgebung offeiibar nicht aul’recbtzuerhalten war. Die vorgenoinmene Untersiicliung iiber die Behandlung der scliwerereii Verbrecheii in Sehweden hat ergeben, daO es sowohl anf dem Kontinent als ancb in England Vorbilder dafiir gibl. Mit nnserer Kenntnis der Datiernng des schwedischen Landschal'lsrecbls auf verhältnisinäBig spate Zeit läBt sich schwerlich abwägen. ob sich ein stärkerer FinfhiB des einen oder des anderen Rechtskreises geltend gemacht hat. Die hansischen Verbindungen können fiihrenden schwedischen Kreisen Kenntnis von kontinentaleii Rechtsverhältnissen vennittelt haben. Anderseits hat die lebhafte christliche Missionstiitigkeit von angelsächsischer Seite groBe Möglichkeiten gehabt. anf breitere Volksschichten längere Zeit und während einer Zeit einziiwirken. da das Landschat'tsthing wahrscheinlich gröBere Bedeiitiing I'iir die Rechtspt'lege hatte, als es sie späler erhielt.’-- Wenn man deni angelsiichsischen Fint'hiB die gröBere Bedentnng beiinessen inöchte. geschieht es darnm. weil das verhältnisinäBig friihe .\nt'lreten der koniuuisräfsi ant \'orhilder ans dein angelsachsischen England weist. wo sich triiher als in dem zersplitterten deiilschen lUdch ein stärkerer zentraler EinthiB geltend gemacht hat. Hierbei ist vor allem die Wirknng des angelsächsischen Einflusses in Dänemdrk nnd Norwcgcn zn beachten. die ihrerseits Bedentnng fiir die Rechtsentwicklung des schwedischen Staats gehabt haben. In der konungsräfsf. die in dieser Arbeit jedoch iiiir sporadisch behandelt wnrde, koinint als ein typischer Ziig der inqnisilorische =■’1 ÖgL R 3:2, -- t)ber den angclsiichsi.selicn Einflii.^.s im Norden, .sielie T.\H.\N(a:R Den iuigetsaksiske Kirkes Indf'lydelse paa den norske und die ttaraus verursaehte Diskussion mit M.wrer Nogle Reniaerkninger til Norges Kirkehistorie (Norsk Historisk Tidskrift 1895) und T.\R.\N(;ers .\nt\vort in deinselhen .Talirgang in dem .Vufsatz I’yske og engelske .Missioiuerer i Norge. T.ar.\NGER hat spiiter in Tidsskrifl for Retsvidenskap 192(): 183 und 1928: 1 seine .Studien fiber die Entstehungszeit der norwegiscben Landsehaftsgesetze weiter gefiihrt. Siehe auch T. Kmdsen Gidatingsloven und Trostatingsloven I Kulturhistoriskt lexikon för nordisk medeltid 5:559 ff. bzw. 4:056 ff. mit dorl angefiihrten I.iteraturi

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